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Sonnenobservatorium Goseck

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Goseck
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Schlury Jorgendor

28. January 2026

Unfassbare historisch, bedeutungsvolle Anlage aus dem Neolothikum, als rekonstruiertes Zeugnis vom Wendepunkt des Menschen in Mitteleuropa vom Jäger zum sesshaften Siedler. Das etwas einfachere konstruierte "Göbekli Tepe" Deutschlands, mit ca. 7000 Jahren Alter, um Tausende Jahre älter als das britische Stonehenge oder das französische Carnac oder die Pyramiden. Wenn man sich diese Zeitschiene vorstellt, dazu noch die Himmelsscheibe von Nebra und deren Bedeutung, ist es schwer vorstellbar für uns heute, was diese jungsteinzeitlichen Menschen schon für Kenntnisse und Fähigkeiten hatten im Rahmen ihrer damals technischen Möglichkeiten. Einfach schwer vorstellbar. Diese Kreisanlage ist mit 2 reihigen Holzpfählen zu Palisaden umringt. An den jeweiligen wichtigen Sommer- und Wintersonnenwendpositionen sind Öffnungen in den Pallisaden als Fenster freigehalten, um genau diese Zeitpunkte erkennbar zu machen. Und dieses Wissen konnte offenbar jeder damalige Bewohner ablesen, das war kein elitäres Wissen, sondern der Gemeinschaft zur Verfügung gestellt. Wie aber auch die Audio-App hierzu berichtet, befand sich am Pallisadenzaun bereits eine Fundstelle mit menschlichen Knochen, die vor Errichtung der Palisaden dort gebettet wurden und die Pfähle nachträglich der Kreislinie um diese Grabstelle herum dann abwichen. Bei Ausgrabungen fand man noch viele Tierknochen, Dauerbrandfeuerstellen und Keramiken. Es muss wohl ein sehr bedeutender Versammlungsort mit kalendarischer, soziokultureller und spiritueller Funktion gewesen sein. Wir beide hatten als Besucher aus Thüringen nach 80 km Fahrt das seltene Glück, ganz allein in diesem Kreis, bei minus 2 Grad zu verbringen, bei eisigem Wind und diese Atmosphäre mit einer bildhaften Vorstellung des damaligen Lebens zu diesem Unikat zu verknüpfen. Und wenn man dann in der Mitte steht und einen lauten Brüller macht, erlebt man einmalig dieses Flatterecho. Diesen Begriff habe ich hier zum ersten Mal gehört, aber auch spürbar erleben dürfen. Wauuuuh, das ist lebendige Geschichte zum Eintauchen. Und denkt man sich die Ortschaft weg, liegt dieser Kalenderkreis sehr idyllisch auf einer leichten Erhöhung in der Landschaft. Man kann sich gut vorstellen, wie es gewirkt haben muss, wenn die Feuer an den Zugängen loderten und viele Fackeln das Pallisaden-Ensemble in ein besonderes Licht zum Sonnenuntergang in der Dämmerung tauchten. Vermutlich wurde auch ordentlich gefeiert und gespeist zu den Anlässen. Herzlichen Dank an die Organisatoren, dass diese Anlage frei zugänglich und ohne Zutrittsbeschränkungen funktioniert. Möge es auch immer so bleiben. Ohne Vandalismus oder Müll. Einfach nur Respekt vor dieser hervorragenden Leistung und Darstellung , des offensichtlich ältesten Sonnenbestimmungskonstruktes der Welt. EINZIGARTIG ! Und die Audio-App ist klasse gemacht für die näheren Informationen. Danke schön ! Leider oder zum Glück, ist es medial nicht so bekannt. Ich selbst habe es als Wessi erst durch Zufall auf Google Maps entdeckt, als ich nach einem interessanten Tages- Ausflugsziel schaute. Und es hat sich sehr gelohnt für mich als geschichtsinteressierter Laie. Römer,Limes, Kelten, Hügelgräber, Dolmen in Frankreich, der Goldene Hut von Schifferstadt, der Homo Heidelbergensis-Kiefer und nun auch Gosek. Selbst Ötzi kam 2000 Jahre später zur Welt. Unglaublich diese Zeiträume, in der wir Neuzeitmenschen nur ein Tropfen in einem Ozean sind.

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Sandra B.

07. November 2025

Dieses Sonnenobservatorium ist etwas einfacher gehalten als das in Pömmelte. Dennoch sehenswert da es zu den Himmelswegen zählt und man dort gewesen sein muss, wenn man sich etwas für die Geschichte interessiert. Der Besuch war kostenlos.

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KAW

27. October 2025

Es ist schon beeindruckend, dass sich hier ein etwa 7.000 Jahre altes Sonnenobservatorium befindet und das berühmte Stonehenge in England im Grunde nur eine viel später entstandene Nachbildung ist. Umso schöner, dass man diese Sehenswürdigkeit 24/7 und 365 Tage im Jahr- und das auch noch kostenfrei- besuchen kann. Schautafeln informieren umfassend über alle Eckdaten und die historische Bedeutung. Offenbar handelt es sich nicht gerade um einen Zufall, dass die Himmelsscheibe von Nebra ganz in der Nähe gefunden wurde.

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Anke Riechel Riechel

18. October 2025

Muss man gesehen haben wenn man sich für die Geschichte der Region interessiert. Der Schall / Klang inmitten der Anlage fasziniert.

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Anja Weingartz

08. June 2025

Ich habe das Schild an der Autobahn gesehen und bin rausgefahren. Ein wunderbarer Ort, sehr kraftvoll und beeindruckend, wenn man bedenkt , wie alt er ist. In der Nähe kann man auch die Arche von Nebra besuchen. Für alle, die sich für Kraftorte, Astronomie und auch Sonnen- und Mondfeste interessieren ein absolutes Muss.