Giorgos Becks Chouvardas
03. January 2026
Nach einer langen stationären Behandlung wurde ich gestern aus dem Krankenhaus entlassen. Beim Verlassen erhielt ich von meiner Ärztin ein klar strukturiertes Medikationsschema sowie ein E-Rezept, um die notwendige Therapie zu Hause fortzusetzen. Ich ging anschließend in dieses nahegelegene Apotheke, um meine Medikamente abzuholen. Bereits zu Beginn machte die Mitarbeiterin einen sehr gestressten und unkonzentrierten Eindruck. Sie ging mehrfach weg und kam wieder zurück, insgesamt über einen Zeitraum von etwa zehn Minuten. Am Ende erhielt ich meine Medikamente und eine Tüte. Während ich diese einpackte und mich bereits verabschieden wollte, verlangte die Mitarbeiterin plötzlich die Tüte zurück und begann, alle Medikamente erneut einzeln zu kontrollieren. Dabei fiel ihr auf, dass sie mir ein Medikament doppelt gegeben hatte – einmal als 500 mg / 50 ml und einmal als 500 mg / 20 ml. Es handelt sich um denselben Wirkstoff, jedoch mit unterschiedlicher Konzentration. Obwohl meine Ärztin ausdrücklich die Variante 500 mg / 50 ml verordnet hatte, nahm die Mitarbeiterin dieses Medikament wieder an sich und ließ mir stattdessen das 500 mg / 20 ml da. Ihre Begründung war lediglich, dass „keine Krankenkasse das bezahlen würde“. 👉 Ohne mich jedoch darüber aufzuklären, 👉 ohne zu erklären, welches Medikament genau betroffen ist, 👉 ohne darauf hinzuweisen, dass sich dadurch die Dosierung ändert, 👉 und ohne meine Zustimmung. Da es sich um ein E-Rezept handelte, hatte ich selbst keine Möglichkeit, die Verordnung einzusehen oder zu überprüfen. Erst am Abend, als ich meine Medikamente einnehmen wollte und das ärztliche Einnahme-Schema kontrollierte, bemerkte ich den Fehler. Das hat mich sehr verunsichert und ehrlich gesagt auch erschreckt. Nach einer schweren Erkrankung und einer langen Krankenhauszeit ist man auf korrekte, transparente und verantwortungsvolle Beratung angewiesen. Ein solches Vorgehen ist hochgradig unprofessionell und kann ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Ich habe dadurch das Vertrauen verloren und werde diese Apotheke nicht mehr aufsuchen. Fehler können passieren – aber mangelnde Aufklärung und eigenmächtige Änderungen an ärztlichen Verordnungen sind inakzeptabel, besonders wenn es um die Gesundheit von Menschen geht.